Wenn nach dem Essen der Blutzuckerspiegel zu stark ansteigt, muss die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin produzieren. Beides ist ungünstig, fördert Typ-2-Diabetes und koronare Herzkrankheiten. Obwohl nur Kohlenhydrate den Blutzucker direkt ansteigen lassen, korreliert der Kohlenhydratanteil der Speisen nicht eindeutig mit dem Risiko krank zu werden.
Da sich Kohlenhydrate unterschiedlich auf den Blutzuckerspiegel auswirken, entstand 1997 das Konzept der glykämischen Last (GL), die aus dem glykämischen Index und dem Kohlenhydratgehalt eines Lebensmittels oder einer Speise berechnet wird. Ob die GL den Blutzuckeranstieg tatsächlich besser voraussagen kann als der Kohlenhydratanteil, wurde nun erstmals in großem Maßstab und systematisch untersucht. Dazu verzehrten Gruppen von gesunden, jungen Erwachsenen 121 verschiedene Lebensmittel einzeln oder 13 verschiedene gemischte Mahlzeiten. In beiden Fällen erwies sich die GL als das bessere Maß: Mit ihrer Hilfe ließ sich sowohl der Blutzucker- als auch der Insulinanstieg nach dem Essen besser voraussagen als anhand des
Kohlenhydratgehaltes.

